Erste Efferener Karnevalsgesellschaft engagiert sich im Denkmalschutz

Karnevalisten geben über 2.000 Euro für die Erneuerung von insgesamt vier Denkmälern aus


Sind stolz auf das sanierte Wegekreuz an der Berrenrather Straße im Einmündungsbereich der Esserstraße: (v.l.) Gerd Effern, Bürgermeister Walther Boecker, Guido Mumm, Ortsvorsteher Gerald Wolter und Thomas Blank.

Hürth (pü) - "Mit ihrem vorbildlichen Engagement für ihren Stadtteil beweist die Erste Efferener Karnevalsgesellschaft einmal mehr, dass sie nicht nur in der fünften Jahreszeit aktiv ist", würdigte Bürgermeister Walther Boecker die Verdienste der Jecken für den Denkmalschutz. "Der Senat hatte die Idee und die Gesellschaft hatte die finanziellen Mittel bereit gestellt", berichteten Thomas Blank, Guido Mumm und Gerd Effern vom Senatsvorstand.

Mit Unterstützung der Ersten Efferener Karnevalsgesellschaft sollen vier Wegekreuze in neuem Glanz erstrahlen. Aktuell wurde das Ehrenmal Bachstraße/Ritterstraße mit Heißwasserdampf gereinigt. Das Ehrenmal gehört den Stadtwerken Hürth und ist nicht in die Denkmalliste eingetragen.

Das Wegekreuz im Bereich von Berrenrather Straße und Esserstraße wurde nach demselben Verfahren gründlich gereinigt. Nach Angaben des verstorbenen Heimatforschers Clemens Klug stammt es aus dem Jahr 1893. Es gehört der Stadt und steht unter Denkmalschutz. Nun müssen die Buchstaben weiß gefasst werden, soweit noch vorhanden. Aufgrund früherer Abplatzungen fehlen Teile des Textes. Rund 1.000 Euro haben die Heimat verwurzelten Karnevalisten für beide Maßnahmen ausgegeben.

Im nächsten Jahr wollen sie zwei weitere städtische Baudenkmäler mit einem Aufwand von mehr als 1.000 Euro restaurieren. Am Wegekreuz Beseler-/Kochstraße sollen offene Fugen geschlossen werden. Anschließend ist auch hier eine Reinigung mit Heißwasserdampf geplant.

Aufwändiger gestalten sich die Arbeiten am Wegekreuz Bach-/Ritterstraße. Hier soll eine Vierung eingesetzt werden und eine gründliche Reinigung erfolgen. Kruzifixus und Kreuzesstamm stammen Recherchen zufolge offensichtlich aus dem 18. Jahrhundert. Querarme und Schaft wurden bereits erneuert. Ursprünglicher Standort des Denkmals war an der Kaulardstraße/Luxemburger Straße. Bei einem Gewitter im Jahr 1960 stürzte es um und wurde zerstört. 16 Jahre später erfolgte der Wiederaufbau auf dem Renneberg an der Esserstraße und Bachstraße. Doch die Freude am Wegekreuz währte nicht lange: Kurz nach der Aufstellung hielt es der Wucht eines Lieferwagens nicht stand, der von einem Händler des dortigen Wochenmarktes gesteuert wurde. Zwei Jahre später kam es erneut zu einer Aufstellung am selben Ort. Die Versetzung zum heutigen Standort wurde 1988 vorgenommen.

"Mögen sich ihrem vorbildlichen Beispiel weitere Gesellschaften anschließen und ein Zeichen fürs Gemeinwohl setzen", wünschte sich Bürgermeister Walther Boecker bei dem Ortstermin.

(Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hürth vom 01.08.2012)